Promises
 

Werk­gruppe von Zeich­nungen, Kugelschreiber auf Papier, 27 x 35 cm, entstanden in den Jahren von 2005 bis 2011.

Die Arbeiten zeigen Darstel­lungen von Händen, auf deren Innen­flächen Zeilen notiert sind, die auf unter­schiedliche Weise das Schlaraf­fenland beschreiben, z. B. „Und die Kraft der Männer mit Lust bei ihren Frauen zu liegen lässt nie nach“ oder „Es herrscht blendend glitzerndes Licht, die Böden sind aus schneeweißem, goldge­sprenkelten Glas und in den Bäumen ringsum tirilieren unzählige Vögel.“ Promises bezieht sich auf die Arbeiten, in denen sich der Künstler mit der Thematik des Schlaraf­fen­landes auseinan­der­setzt, wie beispiel­sweise Milch & Honig, Depot Wismar oder Nächste Fahrt – Milch & Honig. Das Verhalten, „sich etwas in die Hand zu schreiben“, übernimmt eine Memo­ri­al­funktion, dient als Notiz von etwas, das man nicht vergessen will. Versteckt in der Hand­fläche ist die Notiz gleichzeitig etwas, das „die anderen“ nicht sehen können, beziehungsweise von dem sie nichts wissen sollen. Diese Selb­stre­flex­ivität wird durch eine weitere Dimension erweitert: Der Künstler zeichnet mit der Hand das Abbild seiner eigenen linken Hand und macht uns damit zu Mitwissern seiner Aufzeichnungen.