Cumulus Berlin
 

Real­isiert 2010 im Gartenhof des Bundesmin­is­teriums für Ernährung, Land­wirtschaft und Verbrauch­er­schutz in Berlin.

Eine stil­isierte, glänzend weiße, 350 x 250 x 250 cm große Wolke aus glas­faserver­stärktem Kunst­stoff sitzt drehbar auf der Spitze eines 11 m hohen, schwenkbaren und verspiegelten Metall­winkels mit 6 m langer Traverse. Über einen Hand­griff kann der Winkel mitsamt der Wolke per Hand geschwenkt werden. Die manuell gewählte Posi­tion lässt sich nicht fixieren, auch der Wind kann die Posi­tion der Wolke im Luftraum des Gartens beein­flussen. Der Gartenhof des Minis­teriums ist von Gebäuden umschlossen. Er wird gebildet aus den beiden repräsen­ta­tiven Verwal­tungs­ge­bäuden, einem sechs­geschos­sigen Minis­terium-Neubau und einem Schul­ge­bäude. Der Garten besteht aus streifen­för­migen Pflanzfeldern, die eine relie­far­tige Land­schafts­for­ma­tion bilden. Mit dem Motiv der Feld­struktur ist eine Model­l­land­schaft entstanden, die an Luftauf­nahmen von land­wirtschaftlich genutzten Flächen erin­nert. Es ist in erster Linie ein Schau­garten für Mitar­beiter, der gele­gentlich als Veranstal­tung­sort genutzt wird. Einer Vitrine ähnlich wird der Garten mehr betra­chtet als begangen. Im Luftraum des Garten­hofs schwebt die stil­isierte Wolke und greift die Modell­haftigkeit der Gartengestal­tung auf. Wie in einer Collage wurde die Wolke in den Himmel über der Miniatur­Land­schaft hinein montiert. Die modell­hafte Land­schaft des Innen­hofes wird durch die Skulptur zu einem Modell­Raum. Als einziger Akteur im Himmel über dem Gartenhof ist die Wolke an ihrem promi­nenten Anbringung­sort weithin wirksam: sie schwenkt um ca. 200° um die Gebäudekante. Die Verspiegelung des Mastes reflek­tiert mit seiner Drehung die umliegende Architektur und Land­schaft.

Auftraggeber: Bundesmin­is­terium für Verkehr, Bau und Stad­ten­twicklung, vertreten durch das Bunde­samt für Bauwesen und Raumord­nung (BBR)
Koor­di­nation und Durch­führung: Bunde­samt für Bauwesen und Raumord­nung (BBR), Referat A2 Berlin

Fotos: Thorsten Gold­berg